Apr 26 2009
Wie man eine Oldtimer-Rallye gewinnt (4)

Die ersten 3 Bilder finden wir leicht, doch dann ist es wie abgeschnitten, nichts mehr zu sehen. Sollte solange kein Objekt mehr fotografiert worden sein?
Vorsichtshalber sehen wir uns auch die nächsten Bilder an und finden bald ein Motiv. Dabei stellen wir dann mit Erschrecken fest, dass wir 2 nicht gefunden haben.
Was soll’s, denk ich mir noch, doch Ingrid meint, wir müssten umdrehen und Herbert ist auch noch so gutmütig und tut das.
Dann finden wir Bild 4 und Herbert kann seinen Saab wieder in die richtige Richtung wenden. Doch Bild 5 ist und bleibt für uns unauffindbar, denn wir sind bereits wieder an der Stelle, wo wir schon einmal umgedreht hatten.
Unter ersten deutlichen Protestäußerungen, die aber bei Ingrid ohne jede Wirkung bleiben, wendet Herbert erneut, doch wieder werden wir nicht fündig. Jetzt fährt Herbert dann aber weiter, denn obwohl es kein Geschwindigkeitsrennen ist, müssen wir uns doch innerhalb des großzügigen Zeitlimits bewegen.
Bei der nächsten Kontrollstelle wollen die Verantwortlichen schon abbauen, obwohl wir doch noch mehr als 5 Minuten Zeit haben. Auch Bild 8 finden wir nicht und ich bin gar nicht so traurig darüber, denn jetzt können wir ohne Druck weiterfahren.
Wir haben sowieso keine Chance mehr auf den Sieg. Bedingt durch die vielen Fehlfahrten bleibt für die Mittagspause wenig Zeit, aber da es nur Salat für die beiden Vegetarier gibt, können wir sogar noch kurz Gassi gehen. Schließlich muss ich mir auch mal die Pfoten vertreten.
Die 2. Etappe am Nachmittag läuft dann besser, allerdings hat Herbert an Start und Ziel Probleme das Auto wieder zu starten.
Er orgelt und orgelt und gerade als die ersten Helfer zum Anschieben kommen wollen, hat der Motor ein Einsehen. Beim festlichen Abendessen wird auch das Zwischenergebnis ausgehängt und wir liegen noch in Reichweite zum Siegertreppchen, so auf Platz 4.
Ich verzichte allerdings auf das vornehme Restaurant und aufs Buffet und mache es mir im Hotelzimmer bequem.
So eine Rallye ist doch schließlich anstrengend. Spät kommen sie zurück – vom frühen Schlafengehen während eines Wettbewerbs haben die beiden scheinbar noch nie was gehört.

Kurz haben wir noch Zeit unser Bordbuch zu studieren, dann erhalten wir die Bordkarte und die Aufgaben. So ein Bordbuch – klingt irgendwie ganz maritim – zu lesen, ist gar nicht so einfach.
