Monatsarchiv für Juni 2009

Jun 27 2009

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Krebs, das kann mir doch nicht passieren und wenn doch?

Abgelegt unter Buch Krebserkrankung

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Heute möchte ich Ihnen das Buch vorstellen, das ich als erstes in meinem Verlag veröffentlicht habe und das der Grund für die Verlagsgründung war.

Ich habe nicht versucht, das Manuskript bei einem anderen Verlag unterzubringen, da mir das Thema zu wichtig war, um einen anderen Verlag zu suchen und zu warten, bis es denn dann veröffentlicht wird, falls ich einen gefunden hätte.

Das Buch schildert die Geschichte eines Krebskranken, der – wie es bei dieser Krankheit die Regel ist – urplötzlich und überraschend mit der Diagnose konfrontiert wird.

Der infolge seiner Krankheit auch den Arbeitsplatz verliert und so vor dem Nichts zu stehen scheint. Der aber trotzdem nicht den Mut verliert, auch wenn einzelne Rückschläge ihn bis ins Mark zu treffen scheinen.

Ein wichtiges Buch für Betroffene, aber auch für Angehörige, die erkennen können, welche Gedanken einen Kranken bewegen, auch wenn dieser sie nicht ausdrücken kann oder aus unterschiedlichen Gründen nicht will, vielleicht um den Partner oder die Angehörigen nicht zusätzlich zu belasten.

Das Buch können Sie im Buchhandel oder bei Amazon bestellen, allerdings kann es etwas dauern, bis Sie das Buch erhalten, am schnellsten und portofrei geht es hier.

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Jun 22 2009

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Was wäre, wenn …,.(4)

Abgelegt unter Autoren-Anthologie

Eigentlich gar nicht viel:

Ich gründe einen Verlag. Dafür benötige ich einen Gewerbeschein meiner Gemeinde für zehn Euro. Dann suche ich mir einen schönen Verlagsnamen. Nicht schlecht wäre es vielleicht, sich mit einem anderen kleineren Verlag zusammenzutun, der bereits einige Bücher herausgebracht hat.

Anschließend kaufe ich eine Menge ISBN-Nummern ein. Für den Anfang tun es sicher hundert oder soll ich gleich in die Vollen greifen und mir tausend sichern?

Vielleicht besser, da wirkt auf den Uneingeweihten der Verlag durch die Verlagsnummer gleich viel größer und gewichtiger und der Preis ist gar nicht so viel höher.

Jetzt kann ich starten, jetzt bin ich fit. Marketing und Werbung ist das A und O.  Vielleicht zuerst im Internet – also eine eigene Homepage muss schon sein – gut, dass ich einen Internetfreak kenne! Dann das Anschreiben von Autoren in Literaturforen und eine entsprechende Werbung auf einschlägigen Sites. Noch eine billige Druckerei suchen, das Lektorat könnte meine Frau machen, aber als Cheflektorin würde das vielleicht nicht so gut wirken, aber meine Nichte studiert Germanistik, hat einen anderen Familiennamen und will gerne einige Euro verdienen. Dann brauch ich noch einen Layouter für das Cover. Wirklich? Das kann ich dank entsprechender PC-Programme eigentlich selbst machen, vor allem, wenn ich meine Bücher nach dem Motto gestalte: Weniger ist mehr.

Vielleicht sollte ich noch einen Kontakt zu einem Autorenverband oder -verein aufnehmen? Wenn der mich weiter empfiehlt, macht sich das für Newcomer besonders gut. Da eine Hand die andere wäscht, weise ich natürlich auch auf die besondere Qualität des Verbandes und seiner Autoren hin.

Sonst ist alles business as usual. Warum nur mache ich das nicht wirklich? Vielleicht, weil aus dem schönen Traum manchmal ein schlechter Traum wird.

Wenn ich mich gegen die Anfeindungen von wenig erfolgreichen Autoren zur Wehr setzen oder in Internetforen völlig haltlose Angriffe auf meinen Verlag lesen müsste. In meinem Traum lasse ich aber lesen und tue mir das nicht selbst an. Jedoch muss man mitunter den Angriffen doch frontal begegnen. Meine Anwälte kennen sich damit sehr gut aus. Mitunter schreibe ich auch selbst unter einem Nick und betone, wie zufrieden ich als Autor mit dem Verlag bin.

Solange es Autoren gibt, die für die Befriedigung ihrer Eitelkeit gutes Geld bezahlen, ist ein Druckkostenzuschussverlag eigentlich eine todsichere Sache.

Aber ich glaube, ich mache es nicht.

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Jun 06 2009

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Was wäre, wenn (3)

Abgelegt unter Autoren-Anthologie

Bei meinem Angebot, natürlich auch bei dem Schnäppchen, sind natürlich alle meinem Verlag entstehenden Kosten – großzügig gerechnet – incl. des gewünschten Gewinns enthalten. Ich will ja kein Risiko eingehen. Wenn der Kunde, o Pardon, der Autor einwilligt, schließen wir einen Vertrag, der nach einiger Zeit die Möglichkeit der Verramschung zulässt, wenn der Verkauf nicht befriedigend verläuft und bieten damit dem Autor die Möglichkeit, die nicht verkauften Exemplare günstigst zu erwerben, vielleicht kann er damit die leeren Regale in seinem Keller oder in seinem Wohnzimmer füllen.

Dann wird lektoriert, dank der Duden-Korrektor-Software geht das heute ziemlich flott. Nun holen wir die Zustimmung des Autors zu den Änderungen ein, ebenso für den Coverentwurf, der sich natürlich an unsere bisherigen Bücher anlehnt und daher nicht so aufwendig für uns ist. Dann wird gedruckt. Gott sei Dank haben wir eine sehr, sehr günstige Druckerei, die dank einer entsprechend großen Lagerhalle auch die Bücher bis zum Verkauf einlagert.

Der Autor erhält mit einem Glückwunschschreiben seine ersten Exemplare übersandt, dazu natürlich die Rechnung über die zweite Rate der Vertragssumme. Die erste und größere Summe haben wir schon erhalten, sonst drucken wir gar nicht. Danach folgt der Versand der Belegexemplare, die Einpflegung des Buches in unsere Homepage und den Presseverteiler und zwei Mal im Jahr in unseren Verlagskatalog. Zusätzlich erhält der Kunde 100 Flyer, was er damit macht, ist seine Sache. Weitere kann er gegen gutes Geld bei uns kaufen. Wie hundert andere Bücher legen wir auch sein Buch auf den Buchmessen auf.

Das interessiert aber außer den Autor und seinen potenziellen Kollegen eigentlich niemanden, na ja, Ausnahmen gibt es immer wieder.

Auch mein Außendienstmitarbeiter nimmt den Buchflyer und unseren Verlagskatalog mit auf seine Besuche bei Buchhandlungen, wie die aller anderen noch gängigen Bücher auch. Allerdings muss er auch seine Termine selbst vereinbaren und meist gestaltet nebenbei er auch noch die Flyer selbst, denn zu viel Personal würde ja die Kosten deutlich nach oben drücken.

Wenn sich allerdings herausstellt, dass ein Buch besonders gefragt ist, dann sehe ich die Chance, noch mehr zu verdienen und wir gehen massiv in die Werbung. Wir brauchen auch immer wieder ein solches Buch, um damit und mit dem zufriedenen Autor werben zu können. Wenn es nicht oder nicht gut läuft, was soll’s, ich hab ja schon verdient.

Dann wache ich wieder auf aus meinem schönen Traum und sehe immer noch das leere Bankkonto vor mir und frage mich, was müsste ich eigentlich tun, um meinen Traum zu erfüllen?

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