Archiv für die Kategorie 'Buch Krebserkrankung'

Jan 24 2010

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Ich und Krebs? Die nicht denkbare Realität (3)

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Der HNO-Arzt ist im Urlaub – aber hätte ich auf seine Meinung wirklich noch was gegeben? – und so vereinbare ich zunächst sowohl mit meinem früheren Hausarzt als auch mit meiner neuen Hausärztin Beratungstermine, zumindest am ersten kann Ingrid auch teilnehmen.

Die Ergebnisse der Gespräche hätten kaum unterschiedlicher sein können, der eine empfahl mir die Operation noch aufzuschieben und zunächst eine Quark-Leinöl-Diät nach Budwig durchzuführen, dabei sollten die Wucherungen intensiv beobachtet werden und nur bei einer sich abzeichnenden Veränderung solle ich auf das Messer setzen. Ich nehme zwar die beiden Bücher zu dieser Therapie, die er mir zur Lektüre empfiehlt, mit und lese auch interessiert einige der Rezepte durch, aber eher weil ich immer auf der Suche nach guten Ideen für mein neues Vollwertkochbuch bin als dass ich an der Therapie interessiert wäre. Denn ich halte nichts von so absoluten Heilsversprechungen, die bei jedem Krebs und bei jedem Menschen helfen sollen. Für die Wirksamkeit dieser Therapie gibt es nur die Aussagen und Beschreibungen der Therapieerfinderin, vielleicht ein bisschen wenig, zumindest für mich.

Vor allem möchte ich nicht Versuchskaninchen sein für und bei einem Arzt, der über keinerlei Erfahrungen mit dieser Diät verfügt und sein (Halb-) Wissen von einem Vortrag und einigen Büchern hat. Ziemlich enttäuscht und auch ein wenig erbost verlassen wir die Praxis und ich glaube nicht, dass mich dieser Arzt nochmals sieht.

Meine homöopathische Hausärztin erklärt mir, wenn sie an meiner Stelle wäre, würde sie sich operieren lassen und nach der OP ggf. eine biologische oder homöopathische Behandlung durchführen. Sie würde aber noch die Meinung eines Professors an einer bekannten Uniklinik einholen und gibt mir außerdem noch die Adresse einer homöopathischen Krebsklinik in der Schweiz. Aber da in dieser, zumindest laut Internet, überwiegend Schwerstfälle behandelt werden, frage ich dort auch nicht weiter nach.

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Dez 31 2009

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Ich und Krebs? Die nicht denkbare Realiät (2)

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So geht es in meinem Buch “Krebs, das kann mir doch nicht passieren und wenn doch” weiter, es ist im wabe-verlag erschienen und auch in meinem shop erhältlich:

Seiner Meinung nach, so der Oberarzt weiter, würden die Radiologen in diesem Stadium noch nicht bestrahlen, allerdings hat er dies nicht abgeklärt, obwohl der Termin von ihm extra so gelegt worden war, dass eine Besprechung mit den Radiologen möglich gewesen wäre.

Auf Befragen räumt er ein, dass eine OP meine Stimme weiter beeinträchtigen werde und als ich auf die Wichtigkeit meiner Stimme für meine Arbeit hinweise, meinte er: „So hart es vielleicht klingt, seien Sie froh, dass der Krebs an dieser Stelle aufgetreten ist, denn dadurch konnte er frühzeitig erkannt werden“. Damit hat er sicher Recht, aber ein Trost ist es für mich in diesem Augenblick nur bedingt. Abschließend schlägt er uns vor, uns alles in Ruhe zu überlegen und wenn möglich innerhalb der nächsten 4-5 Wochen die Operation vornehmen zu lassen.

Dann frage ich noch, wie ich in den nächsten Wochen meinen Beruf ausüben könne und erhalte vom Assistenzarzt eine Bescheinigung, dass ich nicht länger als 15 min. am Stück reden könne. Was mir das nutzen soll, weiß ich auch nicht.

Erst als wir die Klinik verlassen haben, wird uns nach und nach die ganze Tragweite des Befundes klar. Doch noch wollen wir uns dem nicht stellen und überlegen, wen können wir um Rat fragen, wo erhalten wir weitergehende Auskünfte. Hektik und Aktivität, einfach etwas tun, um die Gedanken an die möglichen Folgen möglichst nicht denken zu müssen. Eine Flucht, ganz sicher, aber verständlich und sie bringt uns dann noch in unserer Entscheidung ein gutes Stück voran.

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Dez 19 2009

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Ich und Krebs? Die nicht denkbare Realität

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Dann endlich 10 Tage später soll ich die Ergebnisse der Gewebeprobe erhalten und ich bin Ingrid sehr dankbar, dass sie mich in die Klinik begleitet.

Nach einer verhältnismäßig kurzen Wartezeit höre ich den Oberarzt, der mich operiert hatte, nebenan telefonieren und ihn sagen: „Ich muss noch kurz mit einem Patienten sprechen und bin in 10 min. auf der Intensivstation”.

Ich überlege, ob die von ihm vorgesehene kurze Gesprächsdauer darauf hinweisen könnte, dass man nichts gefunden hat.

Bevor ich mir aber schlüssig werde, kommt der Arzt und gibt mir den Befund bekannt: „Karzinom in situ”.

Dies sei, so erklärt er, die letzte Vorstufe vor der eigentlichen Krebserkrankung und er empfiehlt die gesamten Wucherungen am befallenen rechten Stimmband operativ zu entfernen, um zu untersuchen, ob sich in diesen vielleicht doch schon der Krebs gebildet habe.

 Seine weiteren Erklärungen wurden uns auch durch Nachfragen nicht sehr viel verständlicher. Vor allem verstehen wir nicht, warum diese Wucherungen nicht sofort entfernt wurden, statt nur eine Gewebeprobe zu nehmen.

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Dez 04 2009

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Welcher Arzt hat Recht?

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Ich bin daher sehr froh, als ich nach dem Frühstück wieder in mein Einzelzimmer verlegt werde.

Da am Wochenende keine Entlassungen vorgenommen werden, muss ich bis Montag in der Klinik bleiben und langweile mich fast zu Tode – welch makaberer Ausdruck.

Natürlich besucht mich Ingrid jeden Tag und wir können bei schönem Wetter auch einige Schritte mit unserem Hund spazieren gehen.

Die Schmerzen beim Schlucken werden zunächst mit Tabletten betäubt, später halten sie sich in erträglichen Grenzen.

Doch nach der Operation geht die Zeit des Wartens weiter, denn die Ergebnisse können erst in einer Woche vorliegen.

 Wir entschließen uns daher zu einem Kurzurlaub auf Rügen, der ursprünglich bereits für Ostern geplant war.

Ich überlasse Ingrid immer das Reden, da meine Stimme stark gelitten hat und sich nur langsam wieder dem – auch nicht befriedigenden – Zustand vor der OP nähert.

Ich erinnere mich an starke und lang anhaltende Hustenanfälle, die mich einmal fast zum Abbruch eines Spazierganges zwingen.

Es sicher noch einige Zeit dauern wird, bis ich das nächste Kapitel komplett hier einsgestellt haben werde und wenn Sie die ganze Geschichte im Zusammenhang lesen wollen, dann können Sie das Buch “Krebs-das kann mir doch nicht passieren- und wenn doch?” in meinem Online-shop zum Preis von € 5,90 versandkostenfrei bestellen.

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Nov 19 2009

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Welcher Arzt hat Recht? (9)

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Am Morgen dauert es sehr lange, denn es wird 11 Uhr, bis ich endlich abgeholt und durch lange Flure und den Aufzug in den OP-Bereich im Untergeschoss gebracht werde.

Nach einer Spritze – wie ich diese hasse – wache ich dann eine gute Stunde später langsam auf und werde auf die Intensivstation gebracht. Anfangs döse ich vor mich hin und nehme nur allmählich Anteil an dem, was um mich herum vor sich geht.

Als ich dann endlich wach bin, wünsche mir, weiter so teilnahmslos im Halbschlaf vor mich hindämmern zu können. Denn wie nicht anders zu erwarten, sind außer mir nur wirklich Schwerkranke auf der Station und deren schweres Atmen Keuchen und Stöhnen, die ständigen Behandlungen usw. setzen mir mehr zu als die eigenen, noch leicht betäubten Schmerzen.

Ich weiß wirklich nicht, was ich hier soll. Irgendwie habe ich das Gefühl, da will man einen höheren Pflegesatz abrechnen oder der Narkose-Chefarzt braucht noch eine Yacht am Mittelmeer. Daher habe ich es dann mit der Bezahlung seiner Rechnung auch nicht so eilig.

Kurz schaut auch Ingrid am Abend herein und dann beginnt eine wenig erfreuliche Nacht, zunächst kann ich wegen der Anschlüsse an die Überwachungsmaschine nicht richtig hin liegen und auch nicht einschlafen.

Als ich die Pfleger endlich überreden kann, die Kabel zu entfernen und mich lieber alle paar Stunden zu wecken, erhalte ich noch eine schmerzhafte Spritze in die Bauchdecke, gegen die ich mich vergebens verbal gewehrt habe. Da es der Patientin gegenüber, einem jungen Mädchen, sehr schlecht geht und ständig betreut werden muss, werde ich immer wieder im Schlaf gestört und trotz der eingenommenen Tabletten verbringe ich eine sehr unruhige Nacht.

Das Buch können Sie auch direkt hier versandkostenfrei und schnell erhalten.

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Nov 03 2009

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Welcher Arzt hat Recht? (8)

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Immer wieder versuche ich den Gedanken an die Operation zu verdrängen, wobei ich eigentlich weniger Angst vor der eigentlichen Operation selbst als vielmehr vor den Spritzen vorher und den vermutlichen Schmerzen nachher habe.

Am Donnerstagmorgen bringt mich Ingrid dann in die Klinik und nach einigen Untersuchungen habe ich dann am Nachmittag viel Zeit, zuviel Zeit, denn ich kann mich kaum auf das Lesen konzentrieren, am Notebook zu spielen, lenkt mich nur wenig ab und fernsehen macht auch keinen Spaß.

Kurz schaut noch der Operateur vorbei, um sich vorzustellen, auch die Narkoseärztin kommt zu einem Beratungsgespräch und bereitet mich auf eine mögliche Unterbringung auf der Intensivstation nach der Operation vor. Dies verstehe ich nicht ganz, denn bei dem Gespräch bezüglich der Entnahme der Gewebeprobe war davon keine Rede.

Auf die Beruhigungstablette am Abend verzichte ich und schlafe überraschend gut in der Nacht, eigentlich hatte ich befürchtet, öfters aufzuwachen und mich dann schlaflos im Bett wälzen zu müssen.

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Okt 25 2009

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Welcher Arzt hat Recht (5)

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Ein Blick auf die Blogstatistik zeigt, dass die Tags um mein Krebsbuch besonders stark aufgerufen werden, daher möchte ich mit den Buchausschnitten fortfahren:

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Nach einem kleinen Imbiss in einem Cafe fahre ich heim und als ich die Haustüre aufschließe, läutet das Telefon. Ich haste zum Apparat. Es meldet sich ein Arzt vom hiesigen Krankenhaus und teilt mir mit, dass es meinem Bruder, der seit einigen Tagen wieder im Krankenhaus ist, sehr schlecht gehe und man mit dem Schlimmsten rechnen müsse.

Ich informiere seinen Sohn Stefan und Ingrid, die ihre Arbeit beendet und nach Hause kommt. Gerade als wir ins Krankenhaus fahren wollen, erhalten wir die Nachricht, dass mein Bruder vor wenigen Minuten verstorben ist.

Wir sind fassungslos und können es nicht begreifen, auch wenn er bereits seit längerem schwer krank war.

Obwohl er keinen Krebs hatte, drängt sich mir unwillkürlich an diesem Tag immer wieder der Gedanke an meine vermutete gefährliche Krankheit und ihre möglichen Folgen auf. Der nur durch die nach einem Todesfall anstehenden Tätigkeiten zeitweise verdrängt wird, um dann immer wieder noch stärker aufzukommen. „Wie wird es mir ergehen, wenn es doch Krebs ist, werde ich dann auch so alt werden wie mein Bruder, der 7 Jahre älter war, oder nicht”.

Die Beerdigung findet wegen der Osterfeiertage erst am Mittwoch, meinem vorgesehenen OP-Termin, statt. Deshalb muss ich die Operation um 2 Tage auf Freitag verschieben, was problemlos möglich ist, obwohl doch wegen der Osterferien weniger Ärzte in der Klinik sind.

Bei der Beerdigung werde ich von vielen Verwandten und Trauergästen auf meine Heiserkeit angesprochen, eine mir eher unangenehme Situation, an die ich mich auch zukünftig werde gewöhnen müssen, aber eigentlich nicht gewöhnen kann. Ich sage nur, dass ich zu einer ausführlichen Untersuchung in die Uniklinik gehen werde, doch von dem eigentlichen schwerwiegenden Verdacht spreche ich nicht. Ich stelle alles eher harmlos dar, die Überanstrengung durch meine Vorträge ist eine ausreichende Begründung.

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Sep 05 2009

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Welcher Arzt hat Recht? (4)

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Dann fahre ich heim und besuche zunächst noch den behandelnden HNO-Arzt, um zu klären, welche Untersuchungen er selbst durchführen kann bzw. damit er mich an die entsprechenden Ärzten überweist.

Er ist über die Vermutung Krebs bass erstaunt und kann sie eigentlich nicht glauben. Aber er findet es deshalb wichtig, dass ich die Gewebeprobe machen lasse, sei es auch nur zur Sicherheit, dass es nicht bösartig sei. Dass dies mein letzter Besuch bei ihm war, können Sie sicher verstehen.

Am nächsten Tag lasse ich bei meinem früheren Hausarzt die notwendigen Untersuchungen machen, dies ist für mich zeitlich günstiger als bei meiner neuen Hausärztin, die doch einige Kilometer entfernt ihre Praxis hat. Auch er findet die Vermutung „Krebs” nicht sehr wahrscheinlich und ohne lange zu fragen, testet er mich mit seinem Bicom-Gerät. Anschließend beruhigt er mich, sein Gerät zeige keinen Krebs an und er habe damit schon einige Krebserkrankungen sehr früh diagnostizieren können.

Doch dies beruhigt mich nur zum Teil, denn genau weil er immer häufiger mit diesem Gerät arbeitet, das mir irgendwie suspekt ist, hatte ich mich vor einiger Zeit zum Arztwechsel entschlossen. Und jetzt daran glauben, nur weil das Gerät das anzeigt, was ich selbst erhoffe? Ich muss mich immer wieder an meine früheren Zweifel erinnern, um nicht zu sicher zu sein, dass ich keinen Krebs habe. Aber natürlich bleibt die Hoffnung, auch bei Ingrid, dass der Arzt die Anzeigen und die Ergebnisse des Gerätes richtig interpretiert.

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Aug 28 2009

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Welcher Arzt hat Recht? (3)

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Schließlich erkläre ich mich bereit, die Gewebeprobe machen zu lassen und der Oberarzt empfiehlt sich mir als geeigneter Operateur, dem ich vertrauen könne. Aber dem ist nicht so, wie sich aus dem Vorgenannten leicht erklären lässt.

Irritiert gehe ich mit dem Assistenzarzt zur Chefsekretärin, um einen Operationstermin zu vereinbaren. Der Arzt sagt zu ihr, dass der untersuchende Oberarzt die OP selbst durchführen will. Doch die Sekretärin ignoriert dies und schlägt mir einen anderen Oberarzt vor, da der Chefarzt auch die nächste Woche noch im Urlaub ist.

Ich glaube, ich bin im falschen Film, ein sich anbiedernder Arzt, eine Sekretärin, die dessen Qualifikation im Beisein eines Patienten und eines Assistenzarztes zumindest indirekt, aber gut erkennbar anzweifelt und sich für einen Kollegen stark macht, dies alles kann man nicht unbedingt unter vertrauensbildenden Maßnahmen einordnen.

So frage ich mehr als nur leicht verunsichert noch nach der Qualifikation des vorgesehenen Oberarztes und werde mit den Worten, das sei ein sehr erfahrener Operateur, beruhigt. Obwohl, so denke ich mir, so schwierig kann eine Gewebeprobe doch nicht sein und will daher nicht warten, bis der Chef wieder verfügbar ist. Denn jeder zusätzliche Tag der Ungewissheit wird mich und Ingrid unnötig belasten.

Ich erhalte noch die Auflage, welche Untersuchungen ich noch durchführen lassen muss, bis ich dann am Dienstag nach Ostern ins Krankenhaus kommen muss.

Das Buch erhalten Sie am schnellsten und versandkostenfrei über meinen online-shop, einfach auf die Blogroll klicken.

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Aug 20 2009

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Welcher Arzt hat Recht? (2)

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Ich rufe Ingrid an, die den Verdacht auch nicht fassen kann und da ich erst in einigen Stunden den Untersuchungstermin habe, fahre ich die 50 km heim. Ingrid und ich sind irgendwie verstört und wissen nicht, was wir sagen sollen.

Natürlich hoffen wir, dass sich der Professor irrt und wagen nicht zu denken, was sein könnte, wenn er doch Recht hat. Ingrid bietet an, mit in die Uniklinik zu fahren und dafür Urlaub zu nehmen, doch ich halte das nicht für notwendig und so fahre ich bald in die Klinik. Obwohl ich lange nach einem Parkplatz suchen muss, schaffe ich es, rechtzeitig in der Anmeldung zu sein.

Trotz des vereinbarten Termins beginnt nun das Warten, dann die Befragung und Untersuchung durch den Assistenzarzt, wie eigentlich auch in Zukunft immer, mittels eines flexiblen Schlauches.

Schließlich geht es zum Ultraschall und danach beginnt das Warten auf den Oberarzt, denn der Chefarzt ist derzeit im Urlaub. Erneute Untersuchung durch den Oberarzt, bedenklich schüttelt er sein Haupt und empfiehlt unter Vollnarkose eine Gewebeprobe zu entnehmen.

Anschließend schildert er mir die weiteren Schritte einer möglichen Behandlung, als wenn schon sicher wäre, dass ich Krebs habe, worüber ich mich innerlich ziemlich aufrege.

Denn ich kann und will nicht glauben, dass ich einen für Raucher typischen Krebs haben soll.

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