Archiv für das Tag 'Gewebeprobe'

Dez 19 2009

Profile Image of wabe
wabe

Ich und Krebs? Die nicht denkbare Realität

Abgelegt unter Buch Krebserkrankung

Dann endlich 10 Tage später soll ich die Ergebnisse der Gewebeprobe erhalten und ich bin Ingrid sehr dankbar, dass sie mich in die Klinik begleitet.

Nach einer verhältnismäßig kurzen Wartezeit höre ich den Oberarzt, der mich operiert hatte, nebenan telefonieren und ihn sagen: „Ich muss noch kurz mit einem Patienten sprechen und bin in 10 min. auf der Intensivstation”.

Ich überlege, ob die von ihm vorgesehene kurze Gesprächsdauer darauf hinweisen könnte, dass man nichts gefunden hat.

Bevor ich mir aber schlüssig werde, kommt der Arzt und gibt mir den Befund bekannt: „Karzinom in situ”.

Dies sei, so erklärt er, die letzte Vorstufe vor der eigentlichen Krebserkrankung und er empfiehlt die gesamten Wucherungen am befallenen rechten Stimmband operativ zu entfernen, um zu untersuchen, ob sich in diesen vielleicht doch schon der Krebs gebildet habe.

 Seine weiteren Erklärungen wurden uns auch durch Nachfragen nicht sehr viel verständlicher. Vor allem verstehen wir nicht, warum diese Wucherungen nicht sofort entfernt wurden, statt nur eine Gewebeprobe zu nehmen.

krebstitel-hp-kopie

Keine Kommentare

Dez 04 2009

Profile Image of wabe
wabe

Welcher Arzt hat Recht?

Abgelegt unter Buch Krebserkrankung

Ich bin daher sehr froh, als ich nach dem Frühstück wieder in mein Einzelzimmer verlegt werde.

Da am Wochenende keine Entlassungen vorgenommen werden, muss ich bis Montag in der Klinik bleiben und langweile mich fast zu Tode – welch makaberer Ausdruck.

Natürlich besucht mich Ingrid jeden Tag und wir können bei schönem Wetter auch einige Schritte mit unserem Hund spazieren gehen.

Die Schmerzen beim Schlucken werden zunächst mit Tabletten betäubt, später halten sie sich in erträglichen Grenzen.

Doch nach der Operation geht die Zeit des Wartens weiter, denn die Ergebnisse können erst in einer Woche vorliegen.

 Wir entschließen uns daher zu einem Kurzurlaub auf Rügen, der ursprünglich bereits für Ostern geplant war.

Ich überlasse Ingrid immer das Reden, da meine Stimme stark gelitten hat und sich nur langsam wieder dem – auch nicht befriedigenden – Zustand vor der OP nähert.

Ich erinnere mich an starke und lang anhaltende Hustenanfälle, die mich einmal fast zum Abbruch eines Spazierganges zwingen.

Es sicher noch einige Zeit dauern wird, bis ich das nächste Kapitel komplett hier einsgestellt haben werde und wenn Sie die ganze Geschichte im Zusammenhang lesen wollen, dann können Sie das Buch “Krebs-das kann mir doch nicht passieren- und wenn doch?” in meinem Online-shop zum Preis von € 5,90 versandkostenfrei bestellen.

2 Kommentare

Nov 19 2009

Profile Image of wabe
wabe

Welcher Arzt hat Recht? (9)

Abgelegt unter Buch Krebserkrankung

Am Morgen dauert es sehr lange, denn es wird 11 Uhr, bis ich endlich abgeholt und durch lange Flure und den Aufzug in den OP-Bereich im Untergeschoss gebracht werde.

Nach einer Spritze – wie ich diese hasse – wache ich dann eine gute Stunde später langsam auf und werde auf die Intensivstation gebracht. Anfangs döse ich vor mich hin und nehme nur allmählich Anteil an dem, was um mich herum vor sich geht.

Als ich dann endlich wach bin, wünsche mir, weiter so teilnahmslos im Halbschlaf vor mich hindämmern zu können. Denn wie nicht anders zu erwarten, sind außer mir nur wirklich Schwerkranke auf der Station und deren schweres Atmen Keuchen und Stöhnen, die ständigen Behandlungen usw. setzen mir mehr zu als die eigenen, noch leicht betäubten Schmerzen.

Ich weiß wirklich nicht, was ich hier soll. Irgendwie habe ich das Gefühl, da will man einen höheren Pflegesatz abrechnen oder der Narkose-Chefarzt braucht noch eine Yacht am Mittelmeer. Daher habe ich es dann mit der Bezahlung seiner Rechnung auch nicht so eilig.

Kurz schaut auch Ingrid am Abend herein und dann beginnt eine wenig erfreuliche Nacht, zunächst kann ich wegen der Anschlüsse an die Überwachungsmaschine nicht richtig hin liegen und auch nicht einschlafen.

Als ich die Pfleger endlich überreden kann, die Kabel zu entfernen und mich lieber alle paar Stunden zu wecken, erhalte ich noch eine schmerzhafte Spritze in die Bauchdecke, gegen die ich mich vergebens verbal gewehrt habe. Da es der Patientin gegenüber, einem jungen Mädchen, sehr schlecht geht und ständig betreut werden muss, werde ich immer wieder im Schlaf gestört und trotz der eingenommenen Tabletten verbringe ich eine sehr unruhige Nacht.

Das Buch können Sie auch direkt hier versandkostenfrei und schnell erhalten.

Keine Kommentare

Nov 03 2009

Profile Image of wabe
wabe

Welcher Arzt hat Recht? (8)

Abgelegt unter Buch Krebserkrankung

Immer wieder versuche ich den Gedanken an die Operation zu verdrängen, wobei ich eigentlich weniger Angst vor der eigentlichen Operation selbst als vielmehr vor den Spritzen vorher und den vermutlichen Schmerzen nachher habe.

Am Donnerstagmorgen bringt mich Ingrid dann in die Klinik und nach einigen Untersuchungen habe ich dann am Nachmittag viel Zeit, zuviel Zeit, denn ich kann mich kaum auf das Lesen konzentrieren, am Notebook zu spielen, lenkt mich nur wenig ab und fernsehen macht auch keinen Spaß.

Kurz schaut noch der Operateur vorbei, um sich vorzustellen, auch die Narkoseärztin kommt zu einem Beratungsgespräch und bereitet mich auf eine mögliche Unterbringung auf der Intensivstation nach der Operation vor. Dies verstehe ich nicht ganz, denn bei dem Gespräch bezüglich der Entnahme der Gewebeprobe war davon keine Rede.

Auf die Beruhigungstablette am Abend verzichte ich und schlafe überraschend gut in der Nacht, eigentlich hatte ich befürchtet, öfters aufzuwachen und mich dann schlaflos im Bett wälzen zu müssen.

Hier können Sie das Buch versandkostenfrei kaufen

Keine Kommentare

Sep 05 2009

Profile Image of wabe
wabe

Welcher Arzt hat Recht? (4)

Abgelegt unter Buch Krebserkrankung

Dann fahre ich heim und besuche zunächst noch den behandelnden HNO-Arzt, um zu klären, welche Untersuchungen er selbst durchführen kann bzw. damit er mich an die entsprechenden Ärzten überweist.

Er ist über die Vermutung Krebs bass erstaunt und kann sie eigentlich nicht glauben. Aber er findet es deshalb wichtig, dass ich die Gewebeprobe machen lasse, sei es auch nur zur Sicherheit, dass es nicht bösartig sei. Dass dies mein letzter Besuch bei ihm war, können Sie sicher verstehen.

Am nächsten Tag lasse ich bei meinem früheren Hausarzt die notwendigen Untersuchungen machen, dies ist für mich zeitlich günstiger als bei meiner neuen Hausärztin, die doch einige Kilometer entfernt ihre Praxis hat. Auch er findet die Vermutung „Krebs” nicht sehr wahrscheinlich und ohne lange zu fragen, testet er mich mit seinem Bicom-Gerät. Anschließend beruhigt er mich, sein Gerät zeige keinen Krebs an und er habe damit schon einige Krebserkrankungen sehr früh diagnostizieren können.

Doch dies beruhigt mich nur zum Teil, denn genau weil er immer häufiger mit diesem Gerät arbeitet, das mir irgendwie suspekt ist, hatte ich mich vor einiger Zeit zum Arztwechsel entschlossen. Und jetzt daran glauben, nur weil das Gerät das anzeigt, was ich selbst erhoffe? Ich muss mich immer wieder an meine früheren Zweifel erinnern, um nicht zu sicher zu sein, dass ich keinen Krebs habe. Aber natürlich bleibt die Hoffnung, auch bei Ingrid, dass der Arzt die Anzeigen und die Ergebnisse des Gerätes richtig interpretiert.

kein-arger1-hp

Keine Kommentare

Aug 28 2009

Profile Image of wabe
wabe

Welcher Arzt hat Recht? (3)

Abgelegt unter Buch Krebserkrankung

Schließlich erkläre ich mich bereit, die Gewebeprobe machen zu lassen und der Oberarzt empfiehlt sich mir als geeigneter Operateur, dem ich vertrauen könne. Aber dem ist nicht so, wie sich aus dem Vorgenannten leicht erklären lässt.

Irritiert gehe ich mit dem Assistenzarzt zur Chefsekretärin, um einen Operationstermin zu vereinbaren. Der Arzt sagt zu ihr, dass der untersuchende Oberarzt die OP selbst durchführen will. Doch die Sekretärin ignoriert dies und schlägt mir einen anderen Oberarzt vor, da der Chefarzt auch die nächste Woche noch im Urlaub ist.

Ich glaube, ich bin im falschen Film, ein sich anbiedernder Arzt, eine Sekretärin, die dessen Qualifikation im Beisein eines Patienten und eines Assistenzarztes zumindest indirekt, aber gut erkennbar anzweifelt und sich für einen Kollegen stark macht, dies alles kann man nicht unbedingt unter vertrauensbildenden Maßnahmen einordnen.

So frage ich mehr als nur leicht verunsichert noch nach der Qualifikation des vorgesehenen Oberarztes und werde mit den Worten, das sei ein sehr erfahrener Operateur, beruhigt. Obwohl, so denke ich mir, so schwierig kann eine Gewebeprobe doch nicht sein und will daher nicht warten, bis der Chef wieder verfügbar ist. Denn jeder zusätzliche Tag der Ungewissheit wird mich und Ingrid unnötig belasten.

Ich erhalte noch die Auflage, welche Untersuchungen ich noch durchführen lassen muss, bis ich dann am Dienstag nach Ostern ins Krankenhaus kommen muss.

Das Buch erhalten Sie am schnellsten und versandkostenfrei über meinen online-shop, einfach auf die Blogroll klicken.

Keine Kommentare

blogoscoop Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de blog-o-rama.deTopBlogger.net - Die Topsite für Blogger