Dez 31 2009
Ich und Krebs? Die nicht denkbare Realiät (2)
So geht es in meinem Buch “Krebs, das kann mir doch nicht passieren und wenn doch” weiter, es ist im wabe-verlag erschienen und auch in meinem shop erhältlich:
Seiner Meinung nach, so der Oberarzt weiter, würden die Radiologen in diesem Stadium noch nicht bestrahlen, allerdings hat er dies nicht abgeklärt, obwohl der Termin von ihm extra so gelegt worden war, dass eine Besprechung mit den Radiologen möglich gewesen wäre.
Auf Befragen räumt er ein, dass eine OP meine Stimme weiter beeinträchtigen werde und als ich auf die Wichtigkeit meiner Stimme für meine Arbeit hinweise, meinte er: „So hart es vielleicht klingt, seien Sie froh, dass der Krebs an dieser Stelle aufgetreten ist, denn dadurch konnte er frühzeitig erkannt werden“. Damit hat er sicher Recht, aber ein Trost ist es für mich in diesem Augenblick nur bedingt. Abschließend schlägt er uns vor, uns alles in Ruhe zu überlegen und wenn möglich innerhalb der nächsten 4-5 Wochen die Operation vornehmen zu lassen.
Dann frage ich noch, wie ich in den nächsten Wochen meinen Beruf ausüben könne und erhalte vom Assistenzarzt eine Bescheinigung, dass ich nicht länger als 15 min. am Stück reden könne. Was mir das nutzen soll, weiß ich auch nicht.
Erst als wir die Klinik verlassen haben, wird uns nach und nach die ganze Tragweite des Befundes klar. Doch noch wollen wir uns dem nicht stellen und überlegen, wen können wir um Rat fragen, wo erhalten wir weitergehende Auskünfte. Hektik und Aktivität, einfach etwas tun, um die Gedanken an die möglichen Folgen möglichst nicht denken zu müssen. Eine Flucht, ganz sicher, aber verständlich und sie bringt uns dann noch in unserer Entscheidung ein gutes Stück voran.

