Wie gewinnt man eine Oldtimer-Rallye (2)

Della ©walker

Aber er macht Herbert noch rechtzeitig darauf aufmerksam, dass die Abgasuntersuchung überfällig wäre, dies hätte am anderen Tag vielleicht den Ausschluss von der Rallye bedeutet. Nachdem diese Untersuchung erledigt ist, folgt nur noch das Waschen und Polieren unseres „Oldies“. Also ich sehe Herbert immer nur einmal im Jahr ein Auto waschen, nämlich jeweils unseren Saab am Tag vor der Rallye, sonst verlässt er sich ausschließlich auf die Reinigungskraft des Regens. Ingrid darf auch mithelfen und den Innenraum säubern. Dann fehlt noch eine Warnlampe, die Herbert gerade noch wenige Minuten vor Ladenschluss erwerben kann. Auch Warndreieck und Verbandskasten müssen noch verstaut und zur Sicherheit die Startkabel und Poliermittel eingeladen werden, denn vielleicht findet Ingrid noch eine Stelle, die noch nicht im Hochglanz erstrahlt.

Dann die vorhandenen Straßen- und Wanderkarten aus der Region gesucht, ebenso genügend Schreibutensilien, ein Meterstab – man kann ja nie wissen – die beiden Fotoapparate und noch schnell die Handys aufladen. Schließlich sind wir für den anderen Morgen gerüstet.

Früh müssen wir aufstehen, denn bereits um 9 Uhr erfolgt der Start in Ulm, vorher noch 50 km fahren, Startnummern holen und am Auto anbringen, die Wagenkontrolle anstandslos überstehen. Dann dürfen wir uns, diesmal relativ früh, in die Startschlange einreihen, denn die Teilnehmer der Touristikausfahrt starten heute vor den Gleichmäßigkeitsfahrern.

Was der Unterschied ist, wollen Sie wissen? Die „Touristen“ erhalten neben der Bordkarte jeweils etliche Seiten mit Bildern, die sie in natura finden müssen, manchmal sind auch Fragen zu beantworten. Ich wundere mich nur, das Ingrid hierfür nicht noch mindestens ein einbändiges Lexikon mit auf die Strecke nimmt, na ja vielleicht beim nächsten Start.

Die Gleichmäßigkeitsfahrer müssen bei den verschiedenen Wertungsprüfungen eine bestimmte, genau ausgemessene Wegstrecke mit einer bestimmten Durchschnittsgeschwindigkeit durchfahren und die entsprechende Zeit wird gemessen. Doch dies bedeutet beileibe nicht, dass die mit der angegebenen Geschwindigkeit fahren. Meist fahren sie bis kurz vor dem Ziel deutlich schneller, um dann anzuhalten und dann mittels Stoppuhr möglichst auf die Sekunde genau durch die Zeitkontrolle zu fahren.

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