Wie man eine Oldtimer-Rallye gewinnt (5)

Als wir wieder einmal eines übersehen haben, fahren wir gut 15 km zurück und werden fündig, dann kürzen wir den Rückweg zur Rallyestrecke ab, damit wir nicht zuviel Zeit verlieren.

Auf der 3. Etappe können wir schließlich alle Fragen beantworten und auch auf der 4. Etappe haben wir nur einmal ein Problem und so können wir beruhigt zum Münsterplatz fahren, wo dann der Schönheitswettbewerb stattfindet, leider nicht der Hunde – da würde ich sowieso gewinnen, denn die anderen Hundeteilnehmer hätten gegen mich nicht die Spur einer Chance –  sondern der Autos. Auch wir wollen jetzt in Ruhe nochmals alle Oldtimer anschauen. Bedauerlicherweise erweist sich jedoch das Geschenk, das jeder Teilnehmer an der Rallye erhalten hat, als fast prophetisch, denn es gab Regenschirme und die können wir bei dem einsetzenden Regen jetzt gut gebrauchen.

Cremeschnittchen ©walker

Jetzt fahren wir nochmals zum Startplatz, hier soll im nahe  gelegenen Festsaal die Siegerehrung stattfinden. Aber aus dem letzten Jahr wissen wir, der Termin 18 Uhr wird wohl kaum gehalten werden können. Eine halbe Stunde später wird dann ein alter Film über eine Europa-Rallye gezeigt, um die Wartezeit zu überbrücken. Herbert und ich sehen immer wieder auf die Filmspule und freuen uns, als diese langsam zu Ende geht und hoffen, jetzt kommt die Siegerehrung. Doch denkste, der Operator legt nochmals eine große Spule in den 16mm Projektor und wir sind sauer. Herbert und ich, wir sind uns einig, wir gehen.

Doch Ingrid bewegt sich nicht, sie geht einfach nicht mit und ohne sie können wir schlecht heimfahren, also bleiben wir eben auch da. Nur Herbert geht mal kurz ins Foyer und hört den Konkurrenten beim Fachsimpeln zu und erfährt, wie eine etwas unklar formulierte Frage zu interpretieren gewesen wäre und zwar ganz anders, als wir sie verstanden haben. Als er wieder im Saal ist, teilt er uns diese Erkenntnis und die sich ergebende Folgerung mit: wir werden nicht unter den ersten 3 platziert sein. Ingrid ist auch geknickt, nur ich bin sicher, wir haben keinen Fehler gemacht, ich habe doch schließlich aufgepasst!

Aber ich halte mich zurück, denn vielleicht schafft es Herbert mit dieser Begründung, Ingrid zum Gehen zu bewegen, denn mir ist langweilig. Doch Ingrid bleibt, also bleiben wir auch.

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