Was wäre, wenn ich Druckkostenzuschussverlagsverleger wäre? (4)

Bei meinem Angebot, natürlich auch bei dem Schnäppchen, sind natürlich alle meinem Verlag entstehenden Kosten – großzügig gerechnet – incl. des gewünschten Gewinns enthalten. Ich will ja kein Risiko eingehen. Wenn der Kunde, o Pardon, der Autor einwilligt, schließen wir einen Vertrag, der nach einiger Zeit die Möglichkeit der Verramschung zulässt, wenn der Verkauf nicht befriedigend verläuft und bieten damit dem Autor die Möglichkeit, die nicht verkauften Exemplare günstigst zu erwerben, vielleicht kann er damit die leeren Regale in seinem Keller oder in seinem Wohnzimmer füllen.

Dann wird lektoriert, dank der Duden-Korrektor-Software geht das heute ziemlich flott. Nun holen wir die Zustimmung des Autors zu den Änderungen ein, ebenso für den Coverentwurf, der sich natürlich an unsere bisherigen Bücher anlehnt und daher nicht so aufwendig für uns ist. Dann wird gedruckt. Gott sei Dank haben wir eine sehr, sehr günstige Druckerei, die dank einer entsprechend großen Lagerhalle auch die Bücher bis zum Verkauf einlagert.

Der Autor erhält mit einem Glückwunschschreiben seine ersten Exemplare übersandt, dazu natürlich die Rechnung über die zweite Rate der Vertragssumme. Die erste und größere Summe haben wir schon erhalten, sonst drucken wir gar nicht. Danach folgt der Versand der Belegexemplare, die Einpflegung des Buches in unsere Homepage und den Presseverteiler und zwei Mal im Jahr in unseren Verlagskatalog. Zusätzlich erhält der Kunde 100 Flyer, was er damit macht, ist seine Sache. Weitere kann er gegen gutes Geld bei uns kaufen. Wie hundert andere Bücher legen wir auch sein Buch auf den Buchmessen auf.

Das interessiert aber außer den Autor und seinen potenziellen Kollegen eigentlich niemanden, na ja, Ausnahmen gibt es immer wieder.

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